Selk will Bebauungspläne aufheben

In den Jahren 1965 und 1967 wurden in Selk die Bebauungspläne eins bis vier beschlossen, die Baulinien enthalten die zwingend einzuhalten sind. In der jüngsten Vergangenheit hat sich jedoch gezeigt, dass Anbauten die vorgesehenen Baulinien oder Baugrenzen überschreiten. Die Gemeinde will nun ein Verfahren zur Aufhebung der alten Pläne einleiten, damit die Gebäude im Innenbereich stehen dürfen. Neubauten müssten sich in die vorhandene Bebauung einfügen.

 Zudem wurde im Gemeinderat Selk die erste Nachtragshaushaltssatzung 2010 beschlossen. Laut dem Ausschuss-Vorsitzenden Mathias Kolyczinski konnten verschiedene kleinere Posten gekürzt, andere mussten jedoch erhöht werden. Wegen des langen Winters musste etwa der Haushaltsansatz um 10 500 auf 13 000 Euro erhöht werden. Für die Straßenbeleuchtung mussten 900 Euro mehr eingeplant werden. Die Eon-Hanse und die Stadtwerke Schleswig mussten insgesamt fast 24 000 Euro zu viel gezahlte Bewirtschaftungskosten zurückzahlen. Der Kindergarten Selk kostete 1800 Euro weniger, dafür mussten an den dänischen Kindergarten 5100 Euro mehr gezahlt werden. Die Schlüsselzuweisung erhöhte sich auf 50 400 Euro. Allerdings mussten an die Kreisumlage 22 700 Euro mehr gezahlt werden. Insgesamt bleibt ein Überschuss von 290 000 Euro. Es muss kein Kredit aufgenommen werden. Die Hebesätze für die Realsteuern bleiben unverändert.



Die Gemeindevertretung spricht sich unter der Voraussetzung einer Förderung einstimmig für die Breitbandversorgung durch die Firma Freikom aus. Selk muss sich mit 40 000 Euro beteiligen. Auf die Bürger kommen keine Kosten zu. In einer geplanten Einwohnerversammlung können anstehende Fragen geklärt werden. 

Bürgermeister Arne Reimer teilte mit, dass der geplante Internetauftritt der Gemeinde, in der derzeit 840 Menschen leben, durch ein Azubi-Projekt von einem in Berlin agierenden Verein kostenlos aufgebaut werden soll. Ferner teilte er mit, dass die Radwegübergänge gekennzeichnet werden sollen. Auch soll über die Errichtung weiterer Schilder nachgedacht werden, da eine Verkehrsschau gezeigt habe, dass manche Schilder veraltet sind und einige fehlen. Im Buchenweg soll außerdem ein Tempo-30-Schild aufgestellt werden. 

Susanne Reimer bittet alle Selker, sich mit dem entsprechenden Gerät am Sonnabend, 2. Oktober, um 10 Uhr am Feuerwehrgerätehaus einzufinden, um gemeinsam die 20 000 Frühlingsblüher in die Erde zu setzen. Für einen Imbiss nach getaner Arbeit wird gesorgt.
 
Link: SHZ

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