Kreis plant 1,2 Millionen Euro für Straßenbau ein

Knapp 1,2 Millionen Euro stellt der Kreis im Jahr 2011 für den Ausbau von Kreisstraßen zur Verfügung. Die Summen, die tatsächlich verbaut werden, liegen deutlich höher, da ein großer Teil der Investitionskosten aus Bundes- und Landesmitteln gedeckt wird. Im Werkausschuss des Kreistages wurde eine Vorausschau auf die Projekte im kommenden Jahr geliefert.



Das Hauptaugenmerk liegt auf der Verbesserung der Situation für Radfahrer. So steht beispielsweise eine bis zu 75-prozentige Förderung für den Ausbau des Radweges zwischen Kalleby und Friedrichstal (K100/K98) in Aussicht. Die Anerkennung der Förderung durch das Land ist zwar noch nicht erfolgt, wird aber erwartet.

Im Hinblick auf den Ausbau des Radweges zwischen Hasselberg und Kronsgaard sind mit allen Anliegern Gespräche über einen möglichen Grunderwerb geführt worden. Dabei konnte nach Auskunft der Verwaltung nicht mit allen Grundeigentümern Einigkeit erzielt werden. Man halte dennoch an dem Ziel fest, mit dem Bau im Frühjahr 2011 zu beginnen. Sollte sich allerdings ergeben, dass ein Planfeststellungsverfahren nötig werden sollte, könnte sich das Projekt um bis zu zwei Jahre verzögern, hieß es. Alle Verträge für den Radwegebau zwischen Böel und Mohrkirch sind geschlossen.

Fortgeführt werden Straßenbau-Projekte, die bereits in diesem Jahr geplant wurden, zwischen Petersfeld und Boren (K 31), Fahrdorf und Borgwedel (K 36) sowie Boren und Habertwedt (K 113). Zudem werden auch im kommenden Jahr Straßendecken erneuert, und zwar auf der K 83 (Handewitt - Kolonie), K 84 (Verbindung K 83 - Hüllerup), K 82 (Lindewitt - Kleinwiehe), K 24 (B 201 - Lürschau), K 40 (K 24 - Friedrichsau). Zwei weitere Projekte stehen in der Warteschleife, werden erst dann begonnen, wenn dafür Geld übrig bleibt: K 34 (Tarp - Tornschau), K 134 (Flensburg Weiche - B 200).

Ein besonders solides Stück Straße soll zudem das Kreisstraßennetz vergrößern: Dabei handelt es sich um einen 1,6 Kilometer langen Straßenzug von der Hauptwache des ehemaligen Bundeswehrgeländes bis zur Landesstraße 247 in Eggebek. Diese Strecke würde zur K 88 umgewidmet und im Gegenzug das derzeitige, schmale innerörtliche Verbindungsstück (Westerreihe/Bäckerweg) zur Gemeindestraße herabgestuft. Die neue Route ist vom Zustand her mit einer Bundesstraße zu vergleichen, so dass nach Ansicht der Verwaltung mittelfristig kaum Unterhaltungsarbeiten notwendig werden dürften. Außerdem ermöglicht dieser Plan die vollständige Erweiterung der Strecke durch einen Radweg. Aufgrund der Enge der innerörtlichen Trasse wäre das derzeit nicht möglich.

Bevor die Übertragung der Straßen verwirklicht werden kann, muss zunächst die Umwidmung der Straßen erfolgen. Eine weitere Hürde ist die Anerkennung einer Förderung für den Radwegebau durch das Land. Von dort gebe es, so hieß es in der Sitzung, "positive Signale".

Link: shz

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