Borgwedel im virtuellen Zeitalter

"Was lange währt, wird hoffentlich gut." Uwe Jensen (Bürgermeister von Borgwedel)

Immer online sein - für viele Borgwedeler ist das wohl ein langgehegter Wunsch.

Das Dörpshuus platzte fast aus allen Nähten, denn gut 120 Einwohner kamen, um sich über die geplante Breitbandversorgung zu informieren. 

"Das virtuelle Zeitalter kommt nach Borgwedel", sagte Bürgermeister Uwe Jensen und erinnerte daran, dass er bereits 2005 von Bürgern aufgefordert worden sei, endlich Möglichkeiten zu schaffen, die Gemeinde mit dem schnellen Internet zu versorgen. Immer wieder seien neue Ideen entwickelt worden, die sich jedoch stets als viel zu teuer erwiesen hätten. Doch endlich sei gemeinsam mit dem Amt Haddeby und der Aktivregion Schlei-Ostsee mit der Freikom ein Anbieter für die DSL-Versorgung gefunden worden. Die von der Firma amtsweit errechnete "Wirtschaftlichkeitslücke" von 1,3 Millionen Euro werde zu 75 Prozent mit EU- und Landesmitteln finanziert. Die Gemeinde habe dafür 40 000 Euro im Haushalt eingeplant. "Was lange währt, wird hoffentlich gut", sagte Jensen unter lautstarkem Beifall der Anwesenden.



Von der Freikom waren fünf Vertreter anwesend, um das Projekt vorzustellen und Fragen zur Nutzung ihres Angebotes zu beantworten. Ende September könne die Umstellung auf die DSL-Leitungen erfolgen, sagten sie. Die vorgesehenen Erdarbeiten für die Verlegung der Glasfaserkabel würden mit dem geplanten Bau der Wasserversorgung durch den Wasserverband Treene koordiniert. Vorgesehen sei,, Glasfaserkabel bis zu den vorhandenen Kabelverzweigern der Telekom zu verlegen. Die "letzte Meile" würde dann wie bisher über die Kupferkabel laufen.

Welche Leistung dann tatsächlich beim Nutzer ankomme, könne erst nach einer späteren Messung gesagt werden. 

Die Freikom geht im Moment davon aus, dass im Ortsteil Stexwig bis zu 50 Megabits pro Sekunde erreicht werden können. Für den Ortsteil Borgwedel befindet sich der Kabelverzweiger in Osterlieth, sodass das Ortszentrum mit dem Neubaugebiet nicht mit dieser hohen Leistung rechnen könne. Die Freikom werde jedoch bei genügender Nachfrage für FFTH ("Fibre to the Home") sorgen, also Glasfaserkabel bis ins Haus verlegen - allerdings auf Kosten der Kunden. Doch auch ohne einen solchen Anschluss werde es aufgrund der neuen Leitungen eine deutlich bessere Internetverbindung in der Gemeinde geben. 

Die Frage, ob die bisherigen Anbieter wie Telekom oder Versatel die Glasfaserkabel der "Freikom" mieten würden, um ihren Kunden ebenfalls das schnelle Internet anzubieten, konnte noch nicht beantwortet werden. Noch stünde man in Verhandlungen, sagte Stefan Frech, Geschäftsführer im Bereich Technik. Er empfahl, nicht selbst den bisherigen Anbieter zu kündigen, sondern den Wechselantrag bei seiner Firma zu stellen, die dann das Nötige veranlassen würde. 

Bürgermeister Jensen hatte zuvor betont, dass es keine Verpflichtung gebe, die Freikom als Internet- und Telefonanbieter zu wählen. Die Teilnehmer setzten gleichwohl auf die Angebote zur DSL-Versorgung und dankten für die Informationen mit großem Applaus. Danach herrschte großer Andrang, um in Einzelgesprächen viele Fragen zu klären.

SHZ: Von jsr

Gut 120 Einwohner kamen ins Dorfhaus, um sich über die bevorstehende Breitbandversorgung zu informieren.
Immer online – für viele Borgwedeler wohl ein langgehegter Wunsch. Das Dörpshuus platzte fast aus allen Nähten, denn gut 120 Einwoh­ner kamen, um sich über die geplante Breitband­versorgung in ihrer Gemeinde zu informieren.

„Das virtuelle Zeitalter kommt nach Borgwedel“, sagte Bürgermeister Uwe Jensen in seiner Be­grüßung und erinnerte daran, dass er bereits 2005 von Bürgern dringend aufgefordert worden sei, endlich Möglichkeiten zu schaffen, die Gemeinde mit dem schnellen Internet zu versorgen. Immer wieder seien neue Ideen entwickelt worden, die sich jedoch stets als viel zu teuer erwiesen, sagte er. Doch endlich sei gemeinsam mit dem Amt Haddeby und der Aktiv­region Schlei mit der Freikom ein Anbieter für die DSL-Versorgung gefunden worden. Die von der Firma amtsweit errechnete „Wirtschaftlichkeitslücke“ von 1,3 Millionen Euro werde zu 75 Prozent aus EU- und Landesmittel getragen. Die Gemeinde habe dafür 40.000 Euro im Haushalt eingeplant. „Was lange währt, wird hoffentlich gut“, sagte Bürgermeister Uwe Jensen unter lautstarkem Beifall der Anwe­senden.

Von der Firma Freikom waren fünf Herren ge­kommen, um ihr Projekt vorzustellen und Fragen zur Nutzung ihres Angebotes zu beantworten.
Ende September könne die Umstellung auf die DSL-Leitungen erfolgen, sagten sie. Die vorge­sehenen Erdarbeiten für die Verlegung der Glas­faserkabel würden mit dem geplanten Bau der Wasserversorgung durch den  Wasserverband Treene koordiniert, sagten sie. Vorgesehen sei,  Glas­faserkabel bis zu den vorhandenen Kabelver­zwei­gern der Telekom zu verlegen. Die „letzte Meile“ würde dann wie bisher über die Kupfer­kabel laufen. Welche Leistung dann tatsächlich beim Nutzer ankomme, könne erst am Ende nach einer konkreten Messung gesagt werden. Anhand einer Grafik geht die Firma Freikom davon aus, dass im Ortsteil Stexwig bis zu 50 Mbit/s erreicht werden können. Im Ortsteil Borgwedel befindet sich der Kabelverzweiger in Osterlieth, sodass das Ortszentrum mit dem Neubaugebiet nicht mit dieser hohen Leistung rechnen könne. Die Firma Freikom wird jedoch bei genügender Nachfrage für FFTH, „Fiber to the Home“, sorgen, also Glas­faser­kabel bis ins Haus verlegen, allerdings auf Kosten der Kunden. Doch auch ohne diesen An­schluss werde es eine deutlich bessere Internet­verbindung geben, da die „Quali­täts­verluste“ nicht wie bisher über einen langen Weg gehen, sondern erst ab dem Kabelverzweiger in Osterlieth.
Ob die bisherigen Anbieter wie Telekom oder Versatel die Glasfaserkabel der Firma Freikom „mieten“ würden, um ihren Kunden ebenfalls das schnelle Internet anzubieten, diese Frage konnte noch nicht beantwortet werden. Noch stünde man in Verhandlungen, sagte Stefan Frech, Geschäfts­führer im Bereich Technik der Firma Freikom. Er empfahl, nicht selbst den bisherigen Anbieter zu kündigen, sondern den Wechselantrag bei seiner Firma zu stellen, die dann das Nötige veranlassen würde.

Bürgermeister Uwe Jensen hatte zuvor betont, dass es keine Verpflichtung gebe, die Firma Freikom als Internet- und Telefonanbieter zu nehmen. Die vie­len Teilnehmer setzten gleichwohl auf die Ange­bote zur DSL-Versorgung und dankten für die In­forma­tionen der Freikom mit großem Applaus. Danach herrschte ein großer Andrang, um in Ein­zel­ge­sprächen noch viele Fragen klären zu lassen.

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